Verschwörungsrapper auf dem Pressefest (II)

Natürlich durften sie auftreten: Die Rede ist von der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite“, die für das 17. UZ-Pressefest der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) angekündigt worden war. Nach Protesten antifaschistischer Gruppen hatten die Organisator_innen des „größten Volksfest der Linken“ behauptet, den Auftritt der Band abgesagt zu haben. Stattdessen sollte es eine „Podiumsdiskussion“ mit namentlich nicht benannten Kritiker_innen und der Band geben.

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Verschwörungsrapper auf dem Pressefest

Im zweijährlichen Rhythmus organisiert die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) ein Festival, das nach der Parteizeitung Unsere Zeit (UZ) benannt ist. Zur siebzehnten Auflage dieses Pflichttermins für deutsche Sozialisten werden wieder tausende Menschen erwartet. Hier kommen die „Genossen“ – aus dem orthodoxen dogmatischen  Spektrum – in einer rot-getünchten Parallelwelt zusammen, um Würstchen zu futtern und Arbeiterlieder zu grölen.

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Gänse-Holocaust

In der aktuellen Ausgabe der stalinistischen Kleinzeitschrift „Offensiv“ findet sich ein Artikel eines ehemaligen Mitglieds der „Deutschen Kommunistischen Partei“ (DKP), der sich mittlerweile der „Kommunistischen Initiative“ (KI) zugehörig fühlt. Eigentlich geht es um den üblichen Sekten-Kleinkrieg zwischen und in den beiden Gruppen, doch am Rande berichtet der Autor auch über den Wahlkampf einer DKP-Ortsgruppe in Nordrhein-Westfalen, die das „Gänse-Morden am Unterbachersee“ beenden wollte. Dazu benutzte die Ortsgruppe, wenn man dem Ex-Mitglied glauben will, auch die Phrase vom „Holocaust“ an den Tieren. Sie betrieb auf diese Art und Weise eine ungeheure Verharmlosung der Shoa, die ansonsten bei obskuren Organisationen wie „Peta“ beliebt ist:

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