Von der RAF in die Szenekneipen

Derzeit bereist Lutz Taufer linksdeutsche Zentren und Buchhandlungen, um seine Biographie vorzustellen. Als Kader der RAF beteiligte er sich 1975 an der Geiselnahme in der deutschen Botschaft, in deren Verlauf zwei Mitarbeiter ermordet wurden, bevor die Gruppe ihren Sprengstoff einsetzte. Heute fungiert Taufer als geläutertes Aushängeschild einer anderen Truppe, die Teil der anti-israelischen NGO-Szene ist. Phrasen, die den einseitigen Krieg der antisemitischen Internationale als banalen Konflikt verkennen, zeichnen Einordnungen des ehemaligen RAF-Mitglieds aus. Mit aktuelleren Einlassungen knüpft Taufer an alte Feindbilder an. Sein neuer Verband, der mit PFLP-Kadern kooperiert, wendet sich schließlich gegen Israel, wobei manche Akteure sogar den Boykott des Judenstaates anstreben.

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