Gänse-Holocaust

In der aktuellen Ausgabe der stalinistischen Kleinzeitschrift „Offensiv“ findet sich ein Artikel eines ehemaligen Mitglieds der „Deutschen Kommunistischen Partei“ (DKP), der sich mittlerweile der „Kommunistischen Initiative“ (KI) zugehörig fühlt. Eigentlich geht es um den üblichen Sekten-Kleinkrieg zwischen und in den beiden Gruppen, doch am Rande berichtet der Autor auch über den Wahlkampf einer DKP-Ortsgruppe in Nordrhein-Westfalen, die das „Gänse-Morden am Unterbachersee“ beenden wollte. Dazu benutzte die Ortsgruppe, wenn man dem Ex-Mitglied glauben will, auch die Phrase vom „Holocaust“ an den Tieren. Sie betrieb auf diese Art und Weise eine ungeheure Verharmlosung der Shoa, die ansonsten bei obskuren Organisationen wie „Peta“ beliebt ist:

„Eines Tages erschienen in dem Stadtbild aber noch andere Plakate unserer DKP: ‚Stoppt das Gänse-Morden am Unterbachersee‘. In der Nähe der Stadt gab es einen See, der aufgrund des Gänsekots umzukippen drohte und vor allem junge und alte Menschen gesundheitlich gefährdete. Um dies zu vermeiden, sollten einige wenige Gänse geschossen werden. Dieses ‚Morden‘ wurde nun zu einer der Hauptangelegenheiten der DKP. (…) Die Höhe war die Betitelung ‚Gänse-Holocaust‘“.

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