NachtiDrohKotz: Drama in drei Akten

Als die Fachschaft Philosophie der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg am 10. Februar 2017 zu einer Veranstaltung mit Clemens Nachtmann einlud, empörten sich Zeitgenoss_innen bereits im Vorfeld. Die Vorwürfe gegen den Autor, der in der ideologiekritischen Monatsschrift Bahamas manche Polemik veröffentlichte, lautete wie folgt: In Wahrheit, so die textliche Infamie, handele es sich um einen “rassistischen Demagogen“, der den „völkischen Mob zum Frohlocken“ bringt. So lebten alte Einordnungen fort, die linksdeutsche Demagog_innen verwenden, um antideutsche Kommunist_innen zu verunglimpfen.

Inhalte produzierten das Klima für Taten, die nicht nur den Referenten trafen. Nach der Veranstaltung, die eine perfide Wasserattacke überschattete, erhielten zwei Feministinnen, die sich gegen antisemitische Strukturen in der Region engagieren, drohende Anschreiben. Gefälschte Ehrenurkunden landeten in ihren Briefkästen, weil sie Clemens Nachtmann zuhörten. Den Bezichtigungen folgten diese Schreiben, wobei sich Täter_innen als “Ortsgruppe” der AfD inszenierten. Andere Verantwortliche, die das nötige Klima generierten, sollten nicht in Vergessenheit geraten. Die Anklagen und ihre Folgen seien zumindest an dieser Stelle benannt.

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Jahrestagsfeier

Den Jahrestag des 11. September 2001 ließ sich „Die Bandbreite“ nicht entgehen. Nicht, wie mensch meinen könnte, auf einem Event der Truther, sondern auf einem „Kulturfest“ der „Sozialen Liste“ aus Bochum. Gegen den Auftritt hatte die „Linke Liste“ der Ruhruni Bochum mit einem Offenen Brief protestiert, mit dem sie die „Soziale Liste“ aufforderte, „diesem Hiphop-Duo keinen Raum für ihre verschwörungstheoretische Ideologie zu bieten“. Der ASTA der Ruhruni Bochum distanziert sich nach dem Auftritt der Band ebenfalls von der „Sozialen Liste“, die „jeglichen Grundkonsens“ verlassen hätte.

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