Praktiken der BDS-Bewegung

Am 12. Juni sprachen sie in der Provinz. Zehn Tage später störten sie eine Veranstaltung in der Hauptstadt. Reisefreudige Kader, die zur BDS-Bewegung gehören, trugen ihre Inhalte vor. Während sie an beiden Orten den israelischen Staat dämonisierten, brüllten sie in Berlin eine Überlebende der Shoa nieder.

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Ansichten eines Referenten

Am 07. April referiert der Kommunikationswissenschaftler Kerem Schamberger auf Einladung des “Oldenburger Friedensbündnis” zur Situation in der Türkei. Die Geschehnisse der vergangenen Monate seien ein “Putsch im Putsch”, heißt es in der Einladung. Andere Inhalte des Referenten finden leider keine Erwähnung. Dabei bezieht Schamberger Positionen, die er “ganz explizit” offenbart. Der Referent beurteilt Messermorde, denen seit 2015 mehr als 30 Israelis zum Opfer fielen. Statt Empathie zu entfalten, tritt Schamberger in die Fußstapfen deutscher Poeten: Während er Auschwitz zur israelischen Waffe macht, bezieht sich der Referent auf Personen, die die “nationale Einheit” und den “bewaffneten Widerstand” reaktionärer Organisationen begrüßen.

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Kader auf dem Wehrmachtsfriedhof

Andreas Maurer, Abgeordneter der sogenannten Linkspartei im niedersächsischen Quakenbrück, legte kürzlich mit seiner Begleitung Kränze und Blumen nieder. Er befand sich an einem ungewöhnlichen Ort. Der Kader, der sich als “Volksdiplomat” inszeniert, begab sich auf einem Friedhof von Wehrmachts-Mördern. Er wolle den Landsern „die Verehrung (…) erweisen”, heißt es in einem Werbefilm, den der YouTube-Kanal „Zar Romanov“ (!) verbreitet.

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Apelle des Appeasements

Zum diesjährigen Osterfest drohen altbekannte Rituale: Während einige Menschen ihren Nachwuchs mit der mystischen Geschichte vom Hasen malträtieren, marschieren andere Personen durch Straßen, um für Frieden zu streiten. Dass es um konkrete Parteinahmen geht, beweisen die diesjährigen Aufrufe zum “Ostermarsch”, die aktualisierte Forderungen enthalten. Einige Organisator_innen kämpfen für eine “neue Politik”, die Appeasement mit dem Islamfaschismus erfordert.

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Präsentation eines Verschwörungsideologen

Am 5. Januar 2017 präsentierte Wolfgang Gehrcke seine als Sachbuch getarnte Kampfschrift „Rufmord – Die Antisemitismus-Kampagne gegen links” in einem „Gesellschaftshaus“ genannten Etablissement. Offizieller Veranstalter war das “Oldenburger Friedensbündnis”, das ansonsten durch die Organisation des Ostermarsches ritualisierte Aktivitäten in Oldenburg entfaltet. Aktuelle Ereignisse dienten als Anlass, um den Deputierten der sogenannten Linkspartei zur “Buchvorstellung mit anschließender Diskussion” einzuladen. Kritische Wortmeldungen blieben nicht aus. Antideutsche Communist_innen intervenierten mit einem Reader.    

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Der Abend der Sozialdemokratie

Oldenburg: Ansammlung von Häusern in der Grenzregion zu Ostfriesland. Besorgte Bewohner_innen betreiben anti-israelische Debatten, die Leserbriefspalten, Weblogs und Kommentarfelder füllen. In den vergangenen Monaten urteilten sie über Israel, weil sich ein hiesiger Pädagoge als Aktivist der antisemitischen Bewegung “Boycott, Divestment and Sanctions” (BDS) inszeniert. Nun wurde auch unter Sozialdemokrat_innen über den Aktivisten, die Boykottkampagne und Israel gesprochen.

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