Volkstanz gegen Pop und Pornos

Die „Rote Garde“ entwickelte als Jugendverband der „Kommunistischen Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten“ (KPD/ML) besondere Formen der Kulturarbeit, mit der ein „Kampf gegen die ideologische Beeinflussung und Vergiftung der Jugend“ angegangen werden sollte. Auf dem „1. Ordentlichen Kongress der Roten Garde“, der zwischen dem 13. und 15. Mai 1978 mit einem „Massenzeltlager“ und einer „Großveranstaltung“ begangen wurde, forderten Vorsitzende eine politische Praxis, die aus der Diffamierung damaliger Popkultur erwuchs.

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Donald, Drogen, Zionisten

„Kämpfende Jugend“: Zentralorgan des Jugendverbandes der „Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD/AO), die zwischen 1970 und 1980 für „ein unabhängiges, vereintes und sozialistisches Deutschland“ eintrat. Ihre Mitglieder, die sich als proletarische Kader_innen inszenierten, glorifizierten den chinesischen Staatskapitalismus. Hass gegen Israel vermengte sich mit völkischen Positionen. Mythen dienten der Untermauerung des Standpunkts. Der Zionismus, Comicfiguren und berauschende Substanzen erregten den Unwillen des Jugendverbandes. Heute feiern derartige Positionen, auch durch die Propaganda von maoistischen Jugendbanden, ein unschönes Comeback.

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Hetze, Hass & Propaganda

Die Monatszeitschrift „Rotfuchs“, die sich als „unabhängige kommunistisch-sozialistische Zeitschrift für Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft“ beschreibt, betreibt eine offensive Verklärung der Vergangenheit. Die Autoren der Zeitschrift haben ein Problem mit „Intellektuellen“, „Cowboys“, Israel sowie angeblichen „Parasiten“. Dabei gehört eine deutschnationale Verklärung der Deutschen Demokratischen Republik zum guten Ton.

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Zeltlager auf dem Alexanderplatz

Seitdem vergangenen Wochenende campen einige Menschen auf dem Alexanderplatz in Berlin. Sie wollen sich an einer Kopie der Proteste in Spanien versuchen. Während sich dort mehr als 150000 Menschen an den Protesten beteiligten, blieb es in Berlin deutlich ruhiger.

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Weltfestspiele & Vermählungstänze

m letzten Jahr fanden die „Weltfestspiele der Jugend und Studenten“ in Südafrika statt : Die Traditionsveranstaltung, die vom „Weltbund der demokratischen Jugend“ begründet wurde, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ursprünglich waren die „Weltfestspiele“ eine Werbeveranstaltung für die „sozialistischen“ Staaten. Hier versammelten sich die Mitglieder der Staatsjugenden, zumeist in irgendeiner Hauptstadt des „Ostblocks“, um dem jeweiligen System und dem gemeinsamen „antiimperialistischen Kampf“ zu huldigen.

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Katastrophenverklärung

An der Nachricht kam kein Mensch vorbei: Am 11.​03.​2011 ereignete sich ein verheerendes Erdbeben, das einen Tsunami auslöste, der Japan verwüstete. Die Ursachen werden von anderen Menschen in Frage gestellt. Für sie sind die Ereignisse keine Naturkatastrophe, sondern haben entweder gar nicht stattgefunden oder es wird eine gigantische Verschwörung konstruiert, die das Erdbeben ausgelöst haben soll.

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Erinnerungen des Erzoberlenkers

Seine Erinnerungen an eine „Lebensbegegnung“ findet sich in vielen Bücherregalen von Anthroposophinnen und Anthroposophen. Aktuell werden sie unter anderem in der Waldorf-Zeitschrift „Erziehungskunst“(02/11) beworben. Die Erinnerungen Friedrich Rittelmeyers – ein evangelischer Pfarrer, der sich zum Anhänger Steiners mauserte und zum ersten „Erzoberlenker“ der anthroposophischen, neugnostisch-esoterischen „Christengemeinschaft“ wurde – werden seit Jahrzehnten vertrieben. Der Verlag „Urachhaus“sieht in dem Buch eine Möglichkeit, sich „ein besonders authentisches Bild“ über Rudolf Steiner zu verschaffen.

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Propaganda à la KenFM

Deutschland als angeblicher „Vasall“ des „Großen Bruders“, den Vereinigten Staaten von Amerika, Verschwörungstheorien zum 11. September, Verharmlosung des iranischen Atomprogramms und eine Huldigung des „Volkes“, das sich gegen „den Ami“ zur Wehr setzt. Was sich anhört wie Nazipropaganda, stammt aus einer ganz normalen deutschen Radiosendung, die sich über das Internet so schnell verbreitet wie eine Lawine den Berg hinunterrutscht. Die Rede ist von „KenFM“, gesendet im Radio „Fritz“.

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Grundsätzlicher Hass

Der antisemitische Rapper „Makss Damage“, der zum Beispiel von der Kleingruppe „Kommunistischen Initative“ empfohlen wird, hat bereits vor einiger Zeit seine „Grundpositionen“ veröffentlicht, die noch einmal deutlich machen, wes Geistes Kind er ist.

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Santa Claus vs. Nikolaus

Große Aufregung gibt es im tief katholischen Passau. Die dortige Brauerei „Hacklberg“ hatte den falschen Weihnachtsmann in einer Werbung verwendet. Statt des „traditionellen europäischen Nikolaus“ hatte die Brauerei, die der Diözese Passau gehört, einen amerikanischen Santa Claus in einer Werbung genutzt.

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